Sodium bicarbonated mineral water decreases postprandial lipaemia in postmenopausal women compared to a low mineral water


Veröffentlichung
2005
Veröffentlichungsquelle
Br J Nutr. 2005 Oct;94(4):582-7
Autoren
Schoppen S, Pérez-Granados AM, Carbajal A, Sarriá B, Sánchez-Muniz FJ, Gómez-Gerique JA, Pilar Vaquero M

Diese 3-armige, randomisierte Crossover-Studie untersuchte die Wirkung eines Natrium-Hydrogencarbonat-reichen Mineralwassers auf den Lipidstoffwechsel und die Lipoproteinkonzentrationen bei 18 gesunden postmenopausalen Frauen. Die Probandinnen tranken jeweils 500 ml zwei verschiedener Natrium-Hydrogencarbonat-haltiger Mineralwässer (Testwasser 1: Hydrogencarbonatgehalt 2094,4 mg/l, Natriumgehalt 1116,6 mg/l; Testwasser 2: Hydrogencarbonatgehalt 2013 mg/l, Natriumgehalt 948mg/l) und eines Wassers mit niedrigem Mineralstoffgehalt mit einer fettreichen Standardmahlzeit (4552 kJ; 75,3 g Fett). Wasser 1 wies einen deutlich höheren Fluoridgehalt auf als Wasser 2 (7,9 mg/l versus 1,4 mg/l). Blutproben wurden entnommen im Nüchternzutand sowie 30, 60, 120, 240, 360 und 420 Minuten postprandial. Bestimmt wurden die Konzentrationen von Cholesterin und Triglycerid-Chylomikronen.
Bei den Ergebnissen zeigte sich eine deutliche Verminderung der Triglyzeridkonzentration für die beiden Testwässer im Vergleich zu dem mineralstoffarmen Wasser, die für Testwasser 2 signifikant war (p = 0,025). Auch die Konzentration der Chylomikronen-Triglyzeride war im Zeitverlauf unter den Testwässern niedriger (p = 0,027). Die Konzentration von Cholesterin zeigte keine Unterschiede zwischen Test- und Kontrollwasser. Die Testwässer 1 und 2 zeigten gegeneinander keine signifikanten Unterschiede.
Ein Natrium-Hydrogencarbonat-reiches Mineralwasser kann nach Ansicht der Autoren also die postprandiale Lipämie bei gesunden postmenopausalen Frauen im Vergleich zu einem mineralstoffarmen Wasser verbessern. Seit 2005 darf in der EU der Fluoridgehalt von Mineralwässern maximal 5 mg/l betragen – der geschilderte positive Effekt auf das Lipidprofil ist aber auch mit einem fluoridärmeren Wasser gewährleistet, wie die Wissenschaftler betonen.

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