Fachartikel über Heilwasser und Mineralstoffe fassen interessante wissenschaftliche Erkenntnisse zusammen. Hier finden Sie eine Auswahl von Artikeln, die in wissenschaftlichen Publikationen erschienen sind.

Fachartikel Bioverfügbarkeit

Bioverfügbarkeit von Calcium in Mineral- und Heilwässern – Derzeitiger Stand der Forschung

Elke Ruchalla, Der Heilpraktiker & Volksheilkunde 10/2009

Zahlreiche Studien zeigen einheitlich die gute Bioverfügbarkeit des Calciums aus natürlichen Mineral- und Heilwässern. Besonders vorteilhaft ist, dass die Calciumzufuhr über diese Wässer gleichmäßig über den Tag verteilt erfolgt. Damit werden kurzzeitig Spitzenkonzentrationen im Darm vermieden, bei denen die Resorption nicht so effektiv ist wie bei mittleren, gleichmäßigen Konzentrationen. Die gleichzeitige Deckung des Flüssigkeitsbedarfs ist ein weiterer Nutzen. Die Bioverwertbarkeit des Calciums ist auch dann gut oder sogar besser, wenn das Wasser zu den Mahlzeiten getrunken wird. Damit ist die Zufuhr einfacher, als wenn das Wassercalcium nur auf nüchternem Magen resorbiert werden könnte – “nüchtern” bedeutet mindestens vier Stunden Abstand zur letzten Mahlzeit. Der mögliche Schutzeffekt gegenüber einer Osteoporose im höheren Alter rundet das positive Bild für die calciumreichen Wässer ab. Bei oraler Gabe von Calcium entspricht die Bioverfügbarkeit dem im Darm resorbierten Anteil der Gesamtmenge an zugeführtem Calcium. Näherungsweise kann die Bioverfügbarkeit durch die Messung der Plasma- oder Serumkonzentration einer Substanz im zeitlichen Verlauf gemessen werden.

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Bioverfügbarkeit von Magnesium in Mineral- und Heilwässern – Derzeitiger Stand der Forschung

Elke Ruchalla, Die Naturheilkunde 4/2009

Nach der momentanen Datenlage zeigen zahlreiche Studien einheitlich die gute Bioverfügbarkeit des Magnesiums aus natürlichen Mineral- und Heilwässern. Als besonders günstig kann gelten, dass die Zufuhr von Magnesium über diese Wässer gleichmäßig über den Tag verteilt erfolgt. Damit werden kurzzeitige Spitzenkonzentrationen von Magnesium im Darm vermieden, bei denen ein relativ größerer Teil wieder ausgeschieden würde als bei mittleren, gleichmäßigen Konzentrationen. Die gleichzeitige Deckung des Flüssigkeitsbedarfs muss als weiterer Vorteil hinzugefügt werden. Darüber hinaus ist die Magnesium-Bioverwertbarkeit auch dann gut oder sogar besser, wenn das Wasser zu den Mahlzeiten getrunken wird – was die Praktikabilität der Zufuhr erhöht im Vergleich zu einer Nutzbarkeit nur beim Trinken auf nüchternen Magen.

Fachartikel “Bioverfügbarkeit von Magnesium in Mineral- und Heilwässern”, Ruchalla 2009 PDF herunterladen

Eignen sich Heil- und Mineralwässer zur Mineralstoffsubstitution?

Gundermann G, Gutenbrunner C, Karagülle O., Ernährung & Medizin 2004; 19(2): 63-68

Gundermann et al. fassen in dieser Übersichtsarbeit die gute Bioverfügbarkeit von Mineralstoffen aus Heil- und Mineralwässer zusammen. Sowohl Calcium (bis zu einer Konzentration von 500 mg/l) als auch Magnesium können gut resorbiert werden und einen bestehenden Mangel ausgleichen; das Gleiche gilt für Wässer mit Kupfer, Zink und/oder Kobalt.
Studien haben gezeigt, dass calciumreiches Mineralwasser die Knochendichte von postmenopausalen Patientinnen mit Osteoporose signifikant ansteigen lässt. Ebenso kann bei Migränepatienten mit Magnesiumdefizit dieser Mangel durch ein Mineralwasser mit einem Magnesiumgehalt von 110 mg/l ausgeglichen werden.
Eisen liegt in Mineralwässern üblicherweise in der zweiwertigen Form vor (Fe++), sodass seine Bioverfügbarkeit als gut betrachtet wird (um 40 %). Weitere interessante Mineralstoffe sind in diesem Zusammenhang Jodid und Fluorid.
Nach Ansicht der Autoren sind mineralstoffreiche Heil- und Mineralwässer zum Ausgleich verschiedener Mineralstoffmangelsituationen geeignet. Die anzuwendenden Dosierungen müssen individuell festgelegt werde, unter Berücksichtigung von Ernährungsgewohnheiten und Ausmaß des Mangels. 

Fachartikel Nieren und Harnwege

Flüssigkeitszufuhr bei Urolithiasis – mit den richtigen Getränken können Harnsteinrezidive verhindert werden

Roswitha Siener, URO-News 2016;20(10)

Diese Arbeit gibt einen Überblick darüber, mit welchem Trinkverhalten Harnsteinrezidive verhindert werden können.
Da erst ein Harnvolumen von 2,0 – 2,5 l/Tag die Konzentration an harnsteinbildenden Ionen soweit vermindert, dass das Risiko einer Kristallisation sinkt, sollte die tägliche Trinkmenge 2,5 – 3,0 l betragen, und dies gleichmäßig über den Tag verteilt, um auch kurzzeitige hohe Urinkonzentrationen zu vermeiden, also auch vor dem Zu-Bett-Gehen.
Zudem steigert ein höherer pH-Wert des Urins die Löslichkeit von Harnsäure und Zystin und wirkt somit der Bildung dieser Steinarten entgegen. Zur Verbesserung der Löslichkeit kann ein pH-Wert von bis zu 7,5 angestrebt werden. Der pH-Wert des Urins kann durch das Trinken eines hydrogencarbonatreichen Mineralwassers erhöht werden. Auch führt die Aufnahme von Hydrogencarbonat zu einer höheren Zitratausscheidung, was für die Prävention von Kalzium-Oxalatsteinen von Bedeutung ist.
Die Autorin schließt, dass bei Harnsteinleiden (Kalzium-Oxalat-, Harnstein- und Zystinsteinen) die beiden wichtigsten Maßnahmen sind, für ein hohes Harnvolumen zu sorgen sowie für eine Alkalisierung des Harns. Beides kann über das Trinken eines hydrogencarbonatreichen Mineralwassers erzielt werden.
Sind die Bestandteile der Steine unbekannt ist, sollten Getränke getrunken werden, die den Urin verdünnen, jedoch nicht die Zusammensetzung des Urins verändern. Dazu eignen sich Wässer mit einem Hydrogencarbonatgehalt von < 350 mg/l sowie auch verschiedene Tees, wie z.B. Nieren-, Blasen-, Früchte- oder Kräutertees. 

Fachartikel “Flüssigkeitszufuhr bei Urolithiasis, 2016” PDF herunterladen

Fachartikel Knochengesundheit

Hydrogencarbonat im Heilwasser und Mobilität im Alter

Naumann J. und Biehler D., Ernährung & Medizin 2016; 31(03): 113-119

Dieser qualitative Review geht der Frage nach, inwieweit hydrogencarbonatreiches Mineralwasser zur Erhaltung der Mobilität im Alter beitragen kann.
Hinweise auf einen derartigen Zusammenhang kommen aus Beobachtungssstudien, in denen bei Menschen mit höherer Bicarbonatkonzentration im Blutserum niedrigere Konzentrationen an Abbaumarkern für Knochen und Muskeln nachgewiesen wurden. In der Folge konnten Interventionsstudien, die eine tägliche Hydrogencarbonatgabe zwischen 4100 und 4300 mg/Tag verwendeten einen Rückgang der Knochenabbaumarker sowie auch der Ammoniumausscheidung mit dem Urin (Marker für den Muskelabbau) erzielen.
Zwei mit hydrogencarbonatreichen Mineralwässern (~ 2170 mg/l) durchgeführte Interventionsstudien erzielten durch das vierwöchige Trinken von 1 l oder 1,5 l des Wassers eine Senkung der Knochen- und Muskelabbaumarker sowie eine Verbesserung der Säure-Basen-Balance im Vergleich zum Trinken der gleichen Menge hydrogencarbonatarmer Wässer (291 bzw. 606 mg/l).
Die Autoren schließen, dass eine bedeutsame Anzahl an Beobachtungs- und Interventions-Studien einen klaren Zusammenhang zwischen Säurebelastung und dem Knochen- und Muskelstoffwechsel und der Mobilität beim Menschen zeigen und somit die Mobilität im Alter über Ernährung, Supplemente, aber auch über hydrogencarbonathaltiges Mineralwasser positiv beeinflusst werden kann. 

Fachartikel “Hydrogencarbonat im Heilwasser und Mobilität im Alter”, Naumann/Biehler 2016 PDF herunterladen

Veganer haben ein höheres Knochenbruchrisiko

Der Heilpraktiker, Ausgabe 02/2011

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Heilwasserverzeichnis