Hydrogencarbonat, auch Bicarbonat genannt, ist eine Base, die Säuren neutralisieren kann. So können hydrogencarbonatreiche Heilwässer bei Säurebeschwerden wie Sodbrennen, Übersäuerung oder saurem Magen helfen. Bei bestimmten Harnwegsinfekten oder Harnsteinen können sie den Harn gezielt alkalisieren bzw. basischer machen.

Was ist Hydrogencarbonat?

Hydrogenkarbonat wird oft auch als Bikarbonat bezeichnet. Viele kennen Natrium-Hydrogenkarbonat unter den Alltagsnamen Natron oder Soda. Hydrogencarbonat wird auch in unserem Körper selbst gebildet. Denn es dient dem Körper als wichtiger Säurepuffer. Damit unser Stoffwechsel einwandfrei funktionieren kann, muss das Verhältnis von Säuren und Basen – auch als pH-Wert bekannt – immer exakt eingestellt sein. Hydrogencarbonate sind Basen und damit Gegenspieler der Säuren. Ihnen kommt die wichtige Rolle zu, Säuren zu neutralisieren und dadurch den pH-Wert zu regulieren.

Der pH-Wert: Kennzahl für das Säure-Basen-Verhältnis

Der pH-Wert beschreibt das Verhältnis von Säuren zu Basen. Ein Wert von null ist extrem sauer, ein Wert von 14 extrem basisch (alkalisch). Neutral ist ein pH-Wert von sieben.

Das kann Hydrogencarbonat

Wirkung: Hier helfen hydrogencarbonatreiche Heilwässer

Hydrogencarbonatreiche Heilwässer können verschiedene säurebedingte Beschwerden lindern, z. B. bei Sodbrennen, zu viel Magensäure oder einem Reizmagen. Bei einer latenten Übersäuerung im Säure-Basen-Haushalt kann hydrogencarbonatreiches Heilwasser dem Körper helfen, den Überschuss an Säuren abzupuffern.  Da Hydrogenkarbonat auch den pH-Wert im Urin erhöht und die Ausscheidung von Harnsäure fördert, kann es bei Gicht und Blasenentzündung positiv wirken und bestimmten Harnsteinen vorbeugen. Zudem soll Hydrogenkarbonat laut Studien bei Diabetes dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel zu senken.

Anwendung von hydrogencarbonatreichen Heilwässern

Um allgemeine Säurebeschwerden zu lindern, sollten idealerweise ein bis zwei Liter hydrogencarbonatreiches Heilwasser gleichmäßig über den Tag verteilt getrunken werden. Für die spezifischen Anwendungsgebiete finden Sie detaillierte Empfehlungen im Bereich Anwendungen. Auch auf dem Flaschenetikett hydrogencarbonatreicher Heilwässer sind Dosierung und Anwendungsempfehlungen vermerkt.

Vorkommen von Hydrogencarbonat im Wasser

Hydrogencarbonat gelangt vor allem aus Kalk und Dolomitgestein ins Wasser. So enthalten zahlreiche Heilwässer von Weserbergland, Eifel und Nordhessen über das Neckartal bis zum nördlichen Schwarzwald reichlich Hydrogenkarbonat. Hier finden Sie mehr Informationen über regionale Heilwässer in Deutschland.

Richtwert für Hydrogencarbonat im Heilwasser

Als hydrogencarbonatreich gilt ein Heilwasser ab etwa 1.300 mg Hydrogencarbonat pro Liter.

Heilwässer mit viel Hydrogencarbonat

Stattlich Fachingen Still Flasche

Staatl. Fachingen Still

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Biskirchener Karlssprudel Heilwasser Flasche

Biskirchener Karlssprudel

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Hirschquelle Heilwasser Flasche

Hirschquelle

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Römerbrunnen Heilwasser Flasche

Römer Brunnen

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Gerolsteiner Heilwasser Flasche

Gerolsteiner Heilwasser

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Vulkania Heilwasser Flasche

Vulkania Heilwasser

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St. Gero Heilwasser Flasche

St. Gero Heilwasser

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Hydrogencarbonat wird im Körper als Säurepuffer gebraucht, um den Säure-Basen-Haushalt in Balance zu halten. Bei einer Ernährung mit vielen tierischen Proteinen, aber wenig Gemüse und Obst kann auf Dauer eine latente Übersäuerung entstehen. Um das zu vermeiden, kann zusätzliches Hydrogencarbonat aus Heilwässern ab etwa 1.300 mg Hydrogencarbonat pro Liter den Körper beim Neutralisieren überschüssiger Säuren unterstützen.


Hydrogencarbonat ist eine Base, die als Gegenspieler von Säuren wirkt. Unser Körper nutzt Hydrogencarbonat, um überschüssige Säuren zu neutralisieren. So kann er das Säure-Basen-Verhältnis (pH-Wert) in allen Bereichen des Körper optimal einstellen. Das ist wichtig, damit unser Stoffwechsel einwandfrei läuft. Mit hydrogencarbonatreichem Heilwasser kann man auch Sodbrennen lindern oder zu viel Magensäure abpuffern.


Hydrogencarbonat wird im Körper normalerweise abgebaut,  indem es einen Wasserstoff aus Säuren aufnimmt und in Kohlendioxid und Wasser zerfällt. Kohlendioxid wird abgeatmet und Wasser ausgeschieden. Eine Überdosierung ist bei purem Natron möglich. Hydrogencarbonatreiche Heilwässer sind weniger konzentriert und lassen sich daher einfacher dosieren, wodurch eine Überdosierung in der Regel vermieden wird.


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