Dietary magnesium intake, serum high sensitivity C-reactive protein and the risk of incident knee osteoarthritis leading to hospitalization-A cohort study of 4,953 Finns


Veröffentlichung
2019
Veröffentlichungsquelle
PLoS One. 2019 Mar 25;14(3):e0214064. doi: 10.1371/journal.pone.0214064 . eCollection 2019
Autoren
Konstari S, Sares-Jäske L, Heliövaara M, Rissanen H, Knekt P, Arokoski J, Sundvall J, Karppinen J

Diese prospektive Kohortenstudie untersuchte den Zusammenhang zwischen der Magnesiumzufuhr und hochsensitivem C-reaktiven Protein im Blut, sowie der Ausbildung einer Knie-Arthrose. Die Bestimmung des C-reaktiven Proteins erlaubt Rückschlüsse über Entzündungsreaktionen im Körper. Höhere Werte deuten hierbei auf ein Entzündungsgeschehen im Körper hin. Dabei werden schwerere akute von leichten chronischen Entzündungen unterschieden. Zu den akuten Entzündungen zählen z.B. Nieren- und Lungenentzündungen oder chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Bei den sogenannten „Volkskrankheiten” wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2, Adipositas oder Rheuma treten häufig leichte chronische Entzündungen auf. Für die hier beschriebene finnische „Health Survey 2000″ Studie wurden insgesamt 4.953 gesunde Teilnehmer, die keine Knie- oder Hüftarthose aufwiesen, eingeschlossen. Die Magnesiumzufuhr über die Nahrung wurde mittels Verzehrshäufigkeitsfragebogen (Food Frequency Questionnaire, FFQ) erfasst, während die Spiegel an C-reaktivem Protein im Blut bestimmt wurden. Zusätzlich erfolgte eine anthropometrische Messung, die Abfrage der körperlichen Arbeitsbelastung und der körperlichen Aktivität in der Freizeit. Die Entwicklung einer Knie-Arthrose wurde über 10 Jahre nach Studienbeginn erfasst.

Die Auswertung der Daten zeigte eine mittlere Magnesiumzufuhr über die Nahrung von 432 mg/Tag. Die mittlere Konzentration von C-reaktivem Protein lag bei 2,0 mg/l. Insgesamt entwickelten 123 Teilnehmer im Laufe der 10 Jahre eine Knie-Arthrose. Eine niedrige Magnesiumzufuhr über die Nahrung war signifikant mit höheren Konzentrationen an C-reaktivem Protein verbunden (p=0.0002). Die Entwicklung einer Knie-Arthrose nach 10 Jahren konnte hingegen weder durch die Magnesiumzufuhr noch durch das C-reaktive Protein vorausgesagt werden. Lediglich der Body-Mass-Index (BMI, p≤ 0,0001), die Anzahl der Jahre, in denen schwer körperlich gearbeitet wurde (p=0,007) und häufige Kniebeschwerden (p=0,003) waren signifikant mit der Ausbildung einer Knie-Arthrose verbunden. Zusammenfassend legen die Ergebnisse der Studie nahe, dass eine ausreichende Magnesiumzufuhr über die Nahrung das Entzündungsgeschehen im Körper durch die Modulation des C-reaktiven Proteins beeinflussen kann, jedoch keine Auswirkung auf die Ausbildung einer Knie-Arthrose hat.

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