Neutralization of Western diet inhibits bone resorption independently of K intake and reduces cortisol secretion in humans


Veröffentlichung
2003
Veröffentlichungsquelle
Am J Physiol Renal Physiol. 2003 Jan;284(1):F32-40. Epub 2002 Sep 24
Autoren
Maurer M, Riesen W, Muser J, Hulter HN, Krapf R

Diese Studie untersuchte die Auswirkungen einer Neutralsierung diätetisch zugeführter bzw. entstehender Säuren (Ersatz von Kochsalz und Kaliumchlorid durch äquimolare Mengen von Natrium- und Kalium-Hydrogencarbonat als Supplemente) bei neun gesunden Probanden auf das Calciumgleichgewicht, den Knochenstoffwechsel und für das Skelettsytem bedeutsame Hormone (Glucocorticoide, IGF-1, Parathormon, 1,25-Dihydroxy-Vitamin D, Schilddrüsenhormone).
Eine Neutralisierung über 7 Tage führte zu einer deutlichen kumulativen Calciumretention und verminderte die Ausscheidung von Deoxypyridinolin, Pyridinolin und N-Telopeptid im Urin als Marker für einen Knochenabbau. Die mittere tägliche Cortisolkonzentration im Plasma nahm signifikant ab (p = 0,032), ebenso die Ausscheidung von Tetrahydrocortisol im Urin (p = 0,027). IGF-1, Parathormon, 1,25-Dihydroxy-Vitamin D und die Schilddrüsenhormone wurden nicht signifikant beeinflusst.
Die durch eine Azidose induzierte Erhöhung der Plasmacortisolkonzentration kann nach diesen Daten also durch Zufuhr von alkalisierenden Hydrogencarbonat-Anionen umgekehrt werden und vor einem Knochenabbau schützen, der durch säurebildende Lebensmittel hervorgerufen werden kann.

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