Böhmer und Kollegen haben ebenfalls eine Metaanalyse der verfügbaren Studien zur Nutzbarkeit des in Mineralwasser enthaltenen Calciums durchgeführt, dies vor allem im Licht der Tatsache, dass die empfohlenen Zufuhrmengen häufig nicht erreicht werden – wobei die Zufuhrempfehlungen nach der damaligen Ansicht (Veröffentlichung aus dem Jahr 2000) möglicherweise ohnehin zu niedrig liegen. Mittlerweile hat hier wieder ein Umdenken eingesetzt, und die 1000-mg-pro-Tag-Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung besteht weiterhin in dieser Form – aber auch sie wird oft unterschritten.
Milch und Milchprodukte werden nicht unbedingt gemocht, oder es besteht eine Unverträglichkeit – außerdem bringen sie, je nach Fettgehalt auch eine erhebliche Kalorienanzahl mit sich. Die regelmäßige Einnahme von Calciumsupplementen wiederum erfordert eine gute Compliance und ist zudem nicht unbedingt kostengünstig. Calciumreiche Wässer könnten in diesem Zusammenhang eine viel versprechende Alternative sein. Daher führten die Autoren eine systematische Literaturrecherche über Medline für die Jahre von 1966 bis 1998 durch, um experimentelle Studien zur Bioverfügbarkeit von Calcium in calciumreichen Mineralwässern zu finden. Es ergaben sich sechs Studien zur allgemeine Resorption und vier Studien, die direkt die Resorption des Wasser-Calciums mit der des Milch-Calciums verglichen. Die gepoolten Daten zeigen, dass die Calciumresorption aus dem Wasser statistisch signifikant höher lag als die aus den Milchprodukten (p = 0,03). Auch diese Autoren empfehlen, dass calciumreiche Wässer als Quelle der täglichen Calciumzufuhr nicht vernachlässigt werden dürften.
In dieser prospektiven Kohortenstudie wurde der Zusammenhang zwischen der Magnesiumzufuhr über die Nahrung und dem Risiko für die Entwicklung einer chronischen Nierenerkrankung bei Erwachsenen analysiert. Hierfür wurden die Daten von 188.510 britischen Erwachsenen ausgewertet, die zwischen 2006 und 2010 an verschiedenen Befragungen und Untersuchungen im Rahmen der UK Biobank-Studie teilgenommen hatten. Bei diesen Erhebungen wurde […]
In einer prospektiven Kohortenstudie wurde der Zusammenhang zwischen der Magnesiumzufuhr über die Nahrung und der Sterblichkeit bei Personen mit rheumatoider Arthritis untersucht. Hierfür wurden die Daten von 2.181 Erwachsenen ausgewertet, welche zwischen 1999 und 2018 an der Nationalen Gesundheits- und Ernährungsuntersuchung in den USA teilgenommen hatten. Im Rahmen dieser Erhebungen wurde die Magnesiumzufuhr über die […]
In einer prospektiven Kohortenstudie mit 149.929 Personen wurde der Zusammenhang zwischen der Magnesiumzufuhr über die Nahrung und dem Risiko für eine atherosklerotische Herz-Kreislauf-Erkrankung analysiert. Atherosklerotische Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Krankheiten, bei denen sich fett- und eiweißhaltige Ablagerungen (Plaques) in den Arterien bilden, die den Blutfluss behindern und zu Herzinfarkt, Schlaganfall oder anderen Durchblutungsstörungen führen können. Die Auswertung […]
In der Studie wurde der Zusammenhang zwischen der Magnesiumzufuhr und dem Risiko für Gebrechlichkeit untersucht. Hierfür wurden Daten von 81.524 Frauen ab 60 Jahren ausgewertet, die an einer seit 1976 laufenden Kohortenstudie zur Gesundheit von Krankenschwestern (Nurses‘ Health Study) teilgenommen hatten. Die Ergebnisse zeigten einen umgekehrten Zusammenhang zwischen der Magnesiumzufuhr über die Nahrung und dem […]
In der Studie wurde der Zusammenhang zwischen der Magnesiumzufuhr über die Nahrung und dem 10-Jahres-Risiko für ein erstmaliges, schweres Herz-Kreislauf-Ereignis aufgrund von Atherosklerose untersucht. Atherosklerose bezeichnet eine Erkrankung, bei der sich Blutfette und andere Substanzen an den Wänden von Blutgefäßen ablagern. Diese sogenannten Plaques können zu Verengungen der Blutgefäße führen, wodurch weniger Blut und Sauerstoff […]
Metformin ist ein häufig eingesetztes Medikament zur Behandlung von Diabetes mellitus. Studien haben jedoch gezeigt, dass es bei vielen Betroffenen zu einem sinkenden Vitamin-B12-Spiegel führen kann – was langfristig gesundheitliche Folgen haben könnte. Daher wurde in einer kleinen Interventionsstudie im Crossover-Design untersucht, ob die zusätzliche Einnahme von Calcium diesen Effekt ausgleichen kann. Alle sieben Teilnehmenden […]
In dieser Interventionsstudie mit gesunden Erwachsenen wurde die Wirkung von zwei verschiedenen Mineralwässern im Hinblick auf den Säure-Basen-Haushalt verglichen. Das eine Mineralwasser zeichnete sich durch einen sehr hohen Hydrogencarbonat– und einen hohen Natriumgehalt aus, während das andere Mineralwasser einen geringen Gehalt an Hydrogencarbonat und Natrium aufwies. Im Rahmen der Studie tranken die Teilnehmenden täglich 1,5 […]
In dieser Studie wurden die Zusammenhänge zwischen dem Magnesiumspiegel im Blut sowie der Magnesiumzufuhr über die Nahrung und Diabetes mellitus Typ 2 bei Frauen im gebärfähigen Alter untersucht. Hierfür wurden die Daten von 2912 Frauen ausgewertet, die 2015 an einer landesweit repräsentativen Erhebung in China teilgenommen hatten. Die Ergebnisse zeigten, dass der Anstieg des Magnesiumspiegels […]