Diese Arbeit und die von Arnett 2003 bieten beide eine breite Übersicht über die Auswirkungen des Säure-Basen-Gleichgewichts auf den Knochen, sowohl in vitro als auch in der Klinik. Knochenwachstum und Knochenumbau resultieren aus den gegenläufigen Aktivitäten von Osteoblasten – Bildung und Mineralisierung von Knochenmasse – sowie Osteoklasten – Resorption von mineralisierter Knochenmasse mit Bildung von Resorptionshöhlen an der Knochenoberfläche. Eine systemische Azidose verursacht in Zell- und Knochenkulturen eine Mineralstoffverarmung des Skeletts, sowohl durch die physikalisch-chemische Lösung von Knochenmineralstoffen als auch durch die Aktivierung der Osteoklasten durch saure pH-Werte, während die Osteoblasten durch die Azidose gehemmt werden. Es resultiert eine Calciumfreisetzung mit verminderter Knochenmasse. Veränderungen des pH-Werts um weniger als 0,05 Einheiten können schon zu einer Verdopplung oder Halbierung der Resorption führen. In vivo entstehen schwere systemische Azidosen (pH-Wert-Veränderungen um -0,05 bis -0,20) häufig bei chronischen Nierenerkrankungen, leichte chronische Azidosen (pH-Wert-Veränderungen von etwa -0,02 bis -0,05) etwa durch hohe Proteinzufuhr, intensives körperliches Training, im Alter mit nachlassender Nierenfunktion und bei chronischen Lungenerkrankungen. Eine lokale Azidose findet sich bei Entzündungen, in Wunden, Tumoren oder bei schlecht eingestelltem Diabetes. Auch die in den Industriestaaten übliche Ernährung kann zu einer anhaltenden, leichten metabolischen Azidose führen, wie Bushinsky betont, indem bei der Verstoffwechslung Säuren entstehen, die die systemische Konzentration an Hydrogencarbonat vermindern, wenn dieses zur Pufferung verbraucht wird. Eine respiratorische Azidose, mit erhöhtem Kohlendioxidgehalt, greift dagegen wesentlich weniger in den Knochenstoffwechsel ein, da diese durch eine metabolische Gegenregulation kompensiert wird. Die derzeitig verfügbaren Daten legen nach Ansicht beider Autoren insgesamt nahe, dass schon eine leichte metabolische Azidose über die Zeit zu einem deutlichen Knochenmasseverlust und erhöhten Frakturrisiko führen kann.
In dieser Metaanalyse wurde der Zusammenhang zwischen der Magnesiumzufuhr über Nahrungsergänzungsmittel und den Effekten auf Entzündungsmarker im Blut bei Personen mit Metabolischem Syndrom analysiert. Ein Metabolisches Syndrom liegt vor, wenn Übergewicht, Bluthochdruck sowie Zucker- und Fettstoffwechselstörungen gemeinsam auftreten. Häufig ist dies begleitet von erhöhten Konzentrationen an Entzündungsmarkern, die ihrerseits die Insulinresistenz weiter verschlimmern und die […]
In einer Beobachtungsstudie mit 33 hochbetagten Erwachsenen (Durchschnittsalter 86,5 ± 8,0 Jahre; 21 Frauen) in einer geriatrischen Pflegeeinrichtung wurde untersucht, welchen Einfluss die tägliche Flüssigkeitszufuhr auf die kognitive Leistungsfähigkeit und die Hirndurchblutung hat. Die Flüssigkeitsaufnahme wurde im Pflegealltag dokumentiert; empfohlen wurde eine tägliche Trinkmenge von etwa 1.500 ml. Im Rahmen der Studie wurde die Lern- […]
In dieser Metaanalyse mit 9 Studien wurde untersucht, welche Effekte eine gleichzeitige Nahrungsergänzung mit Magnesium und Vitamin D bzw. Magnesium und Vitamin E bei übergewichtigen Erwachsenen hat. Während für die Kombination aus Vitamin D und Magnesium die Effekte auf Entzündungsparameter analysiert wurden, bezogen sich die Effekte von Vitamin E und Magnesium auf Fettstoffwechselparameter. Im Rahmen […]
In dieser randomisierten Interventionsstudie im Cross-over-Design wurden die Auswirkungen einer Nahrungsergänzung mit Calcium auf den Calcium- und Knochenstoffwechsel während eines körperlich belastenden Laufs untersucht. Insgesamt wurden die Daten von 40 Frauen im Alter von 18 bis 36 Jahren ausgewertet. Die Teilnehmerinnen absolvierten zwei Belastungstests auf einem Laufband, bei denen sie über 120 Minuten einen 20 […]
In einer Metaanalyse wurde der Zusammenhang zwischen der Magnesiumzufuhr über die Nahrung und dem Risiko für ein Metabolisches Syndrom analysiert. Ein Metabolisches Syndrom liegt vor, wenn bestimmte Erkrankungen bzw. Symptome gemeinsam auftreten. Dazu zählen in erster Linie Übergewicht, Bluthochdruck sowie Zucker- und Fettstoffwechselstörungen. Für diese Auswertung wurden die Daten von knapp 96.000 Erwachsenen verwendet, die […]
In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie aus Deutschland wurde untersucht, ob eine Supplementierung mit Magnesiumbisglycinat den Schlaf bei Erwachsenen mit schlechter Schlafqualität verbessern kann. An der vierwöchigen Untersuchung nahmen 155 Erwachsene im Alter von 18 bis 65 Jahren teil. Die Teilnehmenden erhielten entweder täglich 250 mg elementares Magnesium in Form von Magnesiumbisglycinat oder ein Placebo. […]
In einer Umbrella-Metaanalyse (13 Studien) wurde untersucht, welchen Einfluss eine Calciumsupplementierung während der Schwangerschaft auf das Risiko für Präeklampsie hat. Präeklampsie ist eine Schwangerschaftskomplikation, bei der die Mutter hohen Blutdruck entwickelt und mindestens eine der nachfolgenden Veränderungen aufweist: Eiweiß im Urin, gestörte Leberfunktion bei der Frau oder Wachstumsstörung des Fötus. Sie tritt meist nach der […]
In einer Metaanalyse wurde der Zusammenhang zwischen der Calciumzufuhr über die Nahrung und dem Risiko für ein Metabolisches Syndrom analysiert. Ein Metabolisches Syndrom liegt dann vor, wenn bestimmte Erkrankungen bzw. Symptome gemeinsam auftreten. Dazu zählen in erster Linie Übergewicht, Bluthochdruck sowie Zucker- und Fettstoffwechselstörungen. Für diese Auswertung wurden die Daten von knapp 75.000 Erwachsenen verwendet, […]
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