Effects of calcium supplementation on the prevention of preeclampsia: an umbrella review of systematic reviews and meta-analyses


Veröffentlichung
2025
Veröffentlichungsquelle
Front Med (Lausanne). 2025 Mar 5:12:1434416. doi: 10.3389/fmed.2025.1434416 . eCollection 2025.
Autoren
Kumsa H, Mislu E, Arage M W, Abate B B, Beriye M, Reda M M, Yimer N B

In einer Umbrella-Metaanalyse (13 Studien) wurde untersucht, welchen Einfluss eine Calciumsupplementierung während der Schwangerschaft auf das Risiko für Präeklampsie hat. Präeklampsie ist eine Schwangerschaftskomplikation, bei der die Mutter hohen Blutdruck entwickelt und mindestens eine der nachfolgenden Veränderungen aufweist: Eiweiß im Urin, gestörte Leberfunktion bei der Frau oder Wachstumsstörung des Fötus. Sie tritt meist nach der 20. Schwangerschaftswoche auf und ist eine der häufigsten Ursachen für schwere Erkrankungen bei Mutter und ungeborenem Kind. Eine Umbrella-Metaanalyse fasst die Ergebnisse mehrerer bereits veröffentlichter systematischer Reviews und Metaanalysen zu einem Thema zusammen und ermöglicht so einen übergeordneten Überblick über die vorhandenen wissenschaftlichen Belege.

Die Auswertung zeigte, dass eine Calciumsupplementierung mit einer deutlichen Senkung des Präeklampsie-Risikos verbunden war. In Studien ohne Berücksichtigung des Risikostatus der Teilnehmerinnen reduzierte die Einnahme von Calciumsupplementen das Risiko für Präeklampsie um etwa 47%. Wurde zwischen unterschiedlichen Risikogruppen unterschieden, zeigte sich eine besonders starke Wirkung bei Personen mit einem hohen Präeklampsie-Risiko: Hier sank das Risiko um etwa 65%. Bei Frauen mit einem niedrigen Risiko wurde hingegen nur eine Reduktion von rund 33% beobachtet. Auch der Ernährungsstatus scheint eine wichtige Rolle zu spielen. Frauen mit einer niedrigen Calciumzufuhr zu Studienbeginn hatten ein um etwa 59% geringeres Risiko für Präeklampsie, wenn sie Calcium supplementierten. Bei Frauen mit bereits ausreichender Calciumzufuhr wurde eine Risikoreduktion von rund 33% festgestellt. Zudem war eine höher dosierte Calciumsupplementierung mit einem geringeren Präeklampsie-Risiko verbunden. Weitere Analysen ergaben zudem, dass in Industrieländern eine Risikoreduktion von etwa 38% beobachtet wurde, während sie in Entwicklungsländern bei rund 56% lag.

Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass eine Calciumsupplementierung während der Schwangerschaft eine wirksame Strategie zur Prävention von Präeklampsie sein kann, insbesondere bei Frauen mit niedriger Calciumzufuhr oder erhöhtem Risiko.

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