Hydration Meets Regulation: Insights into Bicarbonate Mineral Water and Acid-Base Balance
2025
Nutrients. 2025 Jul 10;17(14):2291. doi: 10.3390/nu17142291
Mansouri K, Hanh T, Hahn A
In einem narrativen Review wurden die Effekte des Konsums von hydrogencarbonatreichem Mineralwasser auf Parameter des Säure-Basen-Haushaltes sowie das Nierensteinrisiko und Knochenstoffwechselprozesse zusammengefasst. Im Rahmen der Literaturzusammenfassung wurden die Daten aus 23 Interventionsstudien beschrieben, welche zwischen 1990 und 2024 publiziert wurden.
Die Auswertung zeigte, dass Mineralwasser mit einem hohen natürlichen Hydrogencarbonatgehalt (über 1.300 mg pro Liter) einen messbaren Beitrag zu einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt leisten kann. In wissenschaftlichen Studien führte der regelmäßige Konsum von 1 bis 2 Litern pro Tag zu einem Anstieg des Urin-pH-Werts und zu einer geringeren Ausscheidung von Säureäquivalenten über die Niere – Effekte, die sich bereits nach wenigen Tagen zeigten und über mehrere Wochen anhielten. Gleichzeitig verbesserte sich die Pufferkapazität im Blut. Auch das Verhältnis von steinbildenden zu steinhemmenden Substanzen im Urin wurde positiv beeinflusst, was insbesondere für Menschen mit Neigung zu Calciumoxalat-Steinen von Interesse sein kann. Weitere Studien deuten zudem auf einen wünschenswerten Effekt hinsichtlich des Knochenstoffwechsels, erkennbar an einer geringeren Aktivität knochenabbauender Prozesse.
Die Studie deutet somit darauf hin, dass hydrogencarbonatreiches Mineralwasser über die reine Flüssigkeitszufuhr hinaus einen physiologisch sinnvollen Beitrag zu einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt leisten kann.