Importance of magnesium depletion with hypofunction of the biological clock in the pathophysiology of headhaches with photophobia, sudden infant death and some clinical forms of multiple sclerosis


Veröffentlichung
2004
Veröffentlichungsquelle
Magnes Res. 2004 Dec;17(4):314-26. Review
Autoren
Durlach J, Pagès N, Bac P, Bara M, Guiet-Bara A

Diese und eine weitere Übersichtsarbeit von Durlach et al. 2005 gehen auf den Zusammenhang derinneren Uhr” im Bereich der Nuclei suprachiasmatici (SCN) und dem Magnesiumhaushalt ein und zeigen darüber hinaus mögliche Zusammenhänge dreier Krankheitsbilder mit einem Mangnesiummangel:

  1. Kopfschmerzen mit Photophobie, vor allem Migräne
  2. das Sudden Infant Death Syndrome (SIDS);
  3. Multiple Sklerose (MS).

Die „innere Uhr” sorgt für die Anpassung verschiedener physiologischer Funktionen an den 24-stündigen Tag-Nacht-Rhythmus und wird durch Licht gesteuert. Sie sorgt bei Dunkelheit in der Epiphyse für die Bildung von Melatonin, während dessen Synthese bei Licht unterdrückt ist. Eine ausreichende Menge von Melatonin wiederum lässt den Organismus auf „Nacht” umschalten. Da für die Melatoninproduktion Magnesium als Kofaktor benötigt wird, ist bei Magnesiummangel keine ausreichende Hormonproduktion möglich, und für den Körper besteht rund um die Uhr das Gefühl, es sei Tag.


Ein ohnehin auf Licht reagierender Kopfschmerz kann durch diesen 24-Stunden-Tag weiter verstärkt werden, während Magnesiumzufuhr die Bildung von Melatonin fördert, dem Körper das Gefühl „dunkel” vermittelt wird – die Kopfschmerzen werden schwächer oder hören ganz auf. Dabei ist eine präventive Behandlung in Form einer ausreichenden Magnesiumaufnahme über die Nahrung wirksamer und besser verträglich als eine, die erst mit Beginn des Symptoms Kopfschmerz einsetzt.


Das SIDS  könnte mit einer nicht ausreichenden Reifung des photoendokrinen Gewebes verbunden sein, der auf einen Magnesiummangel der Mutter während der Schwangerschaft zurückgeht. Der dadurch entstehende „chronopathologische Stress”, wie es der Autor nennt, könnte dann wie andere Stressfaktoren – etwa Umweltbelastung durch rauchende Eltern, Bauchlagerung – zu den Atemstörungen führen, die letztlich ein SIDS auslösen.

Bei Patienten mit multipler Sklerose schließlich wurden deutlich verminderte Magnesiumkonzentrationen in den Erythrozyten und auch in der weißen Substanz im Gehirngewebe gezeigt. Die eigentlichen pathogenen Mechanismen bleiben aber weiterhin unklar.

Weitere Informationen zur Studie Studie ansehen

Weitere Themen

Wang et al. 2025

Effect of long-term magnesium intake on inflammatory markers

In dieser Metaanalyse wurde der Zusammenhang zwischen der Magnesiumzufuhr über Nahrungsergänzungsmittel und den Effekten auf Entzündungsmarker im Blut bei Personen mit Metabolischem Syndrom analysiert. Ein Metabolisches Syndrom liegt vor, wenn Übergewicht, Bluthochdruck sowie Zucker- und Fettstoffwechselstörungen gemeinsam auftreten. Häufig ist dies begleitet von erhöhten Konzentrationen an Entzündungsmarkern, die ihrerseits die Insulinresistenz weiter verschlimmern und die […]

Mehr erfahren
Hoshi et al. 2025

Effect of fluid intake on cognitive function in older individuals

In einer Beobachtungsstudie mit 33 hochbetagten Erwachsenen (Durchschnittsalter 86,5 ± 8,0 Jahre; 21 Frauen) in einer geriatrischen Pflegeeinrichtung wurde untersucht, welchen Einfluss die tägliche Flüssigkeitszufuhr auf die kognitive Leistungsfähigkeit und die Hirndurchblutung hat. Die Flüssigkeitsaufnahme wurde im Pflegealltag dokumentiert; empfohlen wurde eine tägliche Trinkmenge von etwa 1.500 ml. Im Rahmen der Studie wurde die Lern- […]

Mehr erfahren
Argeros et al. 2025

Magnesium Supplementation and Blood Pressure: A Systematic Review

In dieser Metaanalyse wurde untersucht, wie sich eine Nahrungsergänzung mit Magnesium auf den Blutdruck auswirkt. Der Blutdruck wird dabei in zwei Werte unterteilt: den systolischen Wert (den “oberen” Wert, gemessen während der Herzmuskel sich zusammenzieht) und den diastolischen Wert (den “unteren” Wert, gemessen in der Erholungsphase des Herzens). Für diese Auswertung wurden die Ergebnisse von […]

Mehr erfahren
Deng et al. 2025

Effects of magnesium and vitamin D/E co-supplementation on inflammation markers

In dieser Metaanalyse mit 9 Studien wurde untersucht, welche Effekte eine gleichzeitige Nahrungsergänzung mit Magnesium und Vitamin D bzw. Magnesium und Vitamin E bei übergewichtigen Erwachsenen hat. Während für die Kombination aus Vitamin D und Magnesium die Effekte auf Entzündungsparameter analysiert wurden, bezogen sich die Effekte von Vitamin E und Magnesium auf Fettstoffwechselparameter. Im Rahmen […]

Mehr erfahren
Hamrick et al. 2025

Association between dehydration and stroke

In dieser retrospektiven Kohortenstudie wurde der Zusammenhang zwischen dem Flüssigkeitshaushalt im Körper und dem Risiko für die Entwicklung eines Schlaganfalls analysiert. Hierfür wurden die Daten von über 3.125.610  US-amerikanischen Erwachsenen in einem Alter von ≥80 Jahren analysiert. Im Rahmen der Analyse wurden ICD-10 Codes und Laborwerte der Studienkohorte ermittelt und ausgewertet. ICD-10 Codes werden weltweit […]

Mehr erfahren
Mansouri et al. 2025

Insights into Bicarbonate Mineral Water and Acid-Base Balance

In einem narrativen Review wurden die Effekte des Konsums von hydrogencarbonatreichem Mineralwasser auf Parameter des Säure-Basen-Haushaltes sowie das Nierensteinrisiko und Knochenstoffwechselprozesse zusammengefasst. Im Rahmen der Literaturzusammenfassung wurden die Daten aus 23 Interventionsstudien beschrieben, welche zwischen 1990 und 2024 publiziert wurden. Die Auswertung zeigte, dass Mineralwasser mit einem hohen natürlichen Hydrogencarbonatgehalt (über 1.300 mg pro Liter) […]

Mehr erfahren
Coombs et al. 2025

The effect of calcium on bone calcium balance and calcium and bone metabolism

In dieser randomisierten Interventionsstudie im Cross-over-Design wurden die Auswirkungen einer Nahrungsergänzung mit Calcium auf den Calcium- und Knochenstoffwechsel während eines körperlich belastenden Laufs untersucht. Insgesamt wurden die Daten von 40 Frauen im Alter von 18 bis 36 Jahren ausgewertet. Die Teilnehmerinnen absolvierten zwei Belastungstests auf einem Laufband, bei denen sie über 120 Minuten einen 20 […]

Mehr erfahren
Kim/Je 2025

Levels of Magnesium and Risk of Metabolic Syndrome

In einer Metaanalyse wurde der Zusammenhang zwischen der Magnesiumzufuhr über die Nahrung und dem Risiko für ein Metabolisches Syndrom analysiert. Ein Metabolisches Syndrom liegt vor, wenn bestimmte Erkrankungen bzw. Symptome gemeinsam auftreten. Dazu zählen in erster Linie Übergewicht, Bluthochdruck sowie Zucker- und Fettstoffwechselstörungen. Für diese Auswertung wurden die Daten von knapp 96.000 Erwachsenen verwendet, die […]

Mehr erfahren
Heilwasserverzeichnis