Association between dehydration and stroke, a retrospective cohort study of a large database


Veröffentlichung
2025
Veröffentlichungsquelle
J Stroke Cerebrovasc Dis. 2025 Nov;34(11):108430. doi: 10.1016/j.jstrokecerebrovasdis.2025.108430. Epub 2025 Aug 22.
Autoren
Hamrick I, Tuan W-J, Harker P, Adogwa O, Hyacinth I

In dieser retrospektiven Kohortenstudie wurde der Zusammenhang zwischen dem Flüssigkeitshaushalt im Körper und dem Risiko für die Entwicklung eines Schlaganfalls analysiert.

Hierfür wurden die Daten von über 3.125.610  US-amerikanischen Erwachsenen in einem Alter von ≥80 Jahren analysiert. Im Rahmen der Analyse wurden ICD-10 Codes und Laborwerte der Studienkohorte ermittelt und ausgewertet. ICD-10 Codes werden weltweit verwendet, um Diagnosen in der medizinischen Dokumentation und Abrechnung zu klassifizieren. Auf deren Basis wurden in dieser Studie eine vorliegende Dehydratation sowie die verschiedenen Schlaganfalltypen (intrazerebrale Blutung, ischämischer Schlaganfall, transitorische ischämische Attacke) identifiziert. Auch das Vorhandensein eines Diabetes mellitus Typ 2 wurde mit dieser Codierung erfasst und als weitere Auswertungsstrategie genutzt. Mit Hilfe eines Propensity-Score-Matchings wurden vergleichbare Gruppen hinsichtlich wichtiger Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, Ethnizität und kardiovaskulärer Vorerkrankungen gebildet. Für die Auswertung standen anschließend 1.328.418 Personen in den gematchten Gruppen zur Verfügung.

Die Auswertung zeigte einen deutlichen Zusammenhang zwischen Dehydratation und dem Risiko eines Schlaganfalls. Nach Propensity-Score-Matching war eine Dehydratation mit einem 2- bis 4-fach erhöhten Risiko für einen Schlaganfall verbunden: intrazerebrale Blutung (3,99-faches Risiko), ischämischer Schlaganfall (1,98-faches Risiko) und transitorische ischämische Attacke (2,88-faches Risiko). Bei Menschen mit Diabetes fiel der Zusammenhang mit intrazerebraler Blutung sogar noch deutlicher aus (6,76-fach höheres Risiko), während ischämischer Schlaganfall (1,97-faches Risiko) und transitorische ischämische Attacke (2,81-faches Risiko) ähnlich ausgeprägt waren wie in der Gesamtpopulation.

Die Studie deutet somit darauf hin, dass eine mangelhafte Flüssigkeitsbalance mit einem erhöhten Risiko für einen Schlaganfall einhergehen kann. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollte daher gewährleistet sein, um die zugrunde liegenden Einflüsse zu minimieren.


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