Autoren Durlach J, Pagès N, Bac P, Bara M, Guiet-Bara A
Diese und eine weitere Übersichtsarbeit von Durlach et al. 2004 gehen auf den Zusammenhang der „inneren Uhr” im Bereich der Nuclei suprachiasmatici (SCN) und dem Magnesiumhaushalt ein und zeigen darüber hinaus mögliche Zusammenhänge dreier Krankheitsbilder mit einem Mangnesiummangel:
Kopfschmerzen mit Photophobie, vor allem Migräne
das Sudden Infant Death Syndrome (SIDS)
Multiple Sklerose (MS)
Die „innere Uhr” sorgt für die Anpassung verschiedener physiologischer Funktionen an den 24-stündigen Tag-Nacht-Rhythmus und wird durch Licht gesteuert. Sie sorgt bei Dunkelheit in der Epiphyse für die Bildung von Melatonin, während dessen Synthese bei Licht unterdrückt ist. Eine ausreichende Menge von Melatonin wiederum lässt den Organismus auf „Nacht” umschalten. Da für die Melatoninproduktion Magnesium als Kofaktor benötigt wird, ist bei Magnesiummangel keine ausreichende Hormonproduktion möglich, und für den Körper besteht rund um die Uhr das Gefühl, es sei Tag.
Ein ohnehin auf Licht reagierender Kopfschmerz kann durch diesen 24-Stunden-Tag weiter verstärkt werden, während Magnesiumzufuhr die Bildung von Melatonin fördert, dem Körper das Gefühl „dunkel” vermittelt wird – die Kopfschmerzen werden schwächer oder hören ganz auf. Dabei ist eine präventive Behandlung in Form einer ausreichenden Magnesiumaufnahme über die Nahrung wirksamer und besser verträglich als eine, die erst mit Beginn des Symptoms Kopfschmerz einsetzt.
Das SIDS könnte mit einer nicht ausreichenden Reifung des photoendokrinen Gewebes verbunden sein, der auf einen Magnesiummangel der Mutter während der Schwangerschaft zurückgeht. Der dadurch entstehende „chronopathologische Stress”, wie es der Autor nennt, könnte dann wie andere Stressfaktoren – etwa Umweltbelastung durch rauchende Eltern, Bauchlagerung – zu den Atemstörungen führen, die letztlich ein SIDS auslösen.
Bei Patienten mit multipler Sklerose schließlich wurden deutlich verminderte Magnesiumkonzentrationen in den Erythrozyten und auch in der weißen Substanz im Gehirngewebe gezeigt. Die eigentlichen pathogenen Mechanismen bleiben aber weiterhin unklar.
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