Vergleichende klinische Untersuchung über die Wirkung von kurörtlichen Trinkkuren mit einem Hydrogenkarbonat-Heilwasser bei Patienten mit Hyperurikämie.


Veröffentlichung
1997
Veröffentlichungsquelle
Phys Rehab, Kur Med 1997; 7: 257-259
Autoren
Gutenbrunner C, Gundermann G, Wendt R et al.

Diese randomisierte kontrollierte Doppelblindstudie untersuchte über 4 Wochen bei 80 Patienten mit chronischer Hyperurikämie (Harnsäure um 7 mg/dl) die Wirkung eines hydrogencarbonatreichen Heilwassers (HCO3-Gehalt 2937 mg/l) auf Serumharnsäurekonzentration, Harnsäureausscheidung im Urin und Urin-pH-Wert. 40 Patienten erhielten das hydrogencarbonatreiche Wasser (Verumgruppe), 40 Patienten ein mineralstoffarmes Kontrollwasser (Kontrollgruppe), jeweils 1400 ml pro Tag über den Tag verteilt. Alle Patienten erhielten eine purinarme Diät, die Behandlung mit Urikosurika und Urikostatika wurde weitergeführt wie vom Hausarzt verschrieben
Die Ergebnisse zeigten in beiden Gruppen eine signifikante Verminderung der Harnsäurekonzentration im Serum (Werte zu Studienende um 5,8 mg/dl), p < 0,001 für den Vergleich Studienbeginn–Studienende), aber nur in der Verumgruppe kam es zu einer signifikanten Anhebung des Urin-pH-Werts auf Werte um 6,7.
Nach Ansicht der Autoren zeigt diese Studie, dass die Zufuhr eines hydrogencarbonatreichen Heilwassers bei Patienten mit chronischer Hyperurikämie den Urin-pH-Wert so weit anheben kann, dass das Risiko für die Ausfällung von Harnsäuresteinen vermindert wird. Ein entsprechendes Heilwasser sollte demnach in die Routine-Ernährung der betreffenden Patienten aufgenommen werden.

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