Time to treatment response of a magnesium- and sulphate-rich natural mineral water in functional constipation


Veröffentlichung
2019
Veröffentlichungsquelle
Nutrition. 2019 Sep;65:167-172. doi: 10.1016/j.nut.2019.02.018. Epub 2019 Feb 27
Autoren
Dupont C, Constant F, Imbert A, Hébert G, Zourabichvili O, Kapel N

Diese multizentrische, randomisierte, doppelblinde, kontrollierte Studie untersuchte, ob ein sulfat- und magnesiumreiches Mineralwasser die Stuhlhäufigkeit und -konsistenz bei Frauen mit funktioneller Verstopfung beeinflusst. Hierfür wurden 226 Frauen im Alter von 41,4 ±11 Jahren in die Studie eingeschlossen. Von diesen Frauen hatten 80,8% milde Verstopfung und 19,2% moderate Verstopfung. Die Teilnehmerinnen erhielten über einen Zeitraum von 14 Tagen täglich 1 Liter sulfat- und magnesiumreiches Wasser + 0,5 Liter mineralstoffarmes Wasser (Interventionsgruppe) oder 1,5 Liter mineralstoffarmes Wasser (Kontrollgruppe). Bei Bedarf war der zusätzliche Konsum von 0,5 Liter mineralstoffarmen Wasser gestattet. Das sulfat- und magnesiumreiche Mineralwasser enthielt 1530 mg/l Sulfat, 119 mg/l Magnesium, 549 mg/l Calcium, 14 mg/l Natrium, 4 mg/l Kalium und 384 mg/l Hydrogencarbonat). Das mineralstoffarme Mineralwasser hingegen enthielt 120 mg/l Sulfat, 20 mg/l Magnesium, 94 mg/l Calcium, 8 mg/l Natrium, 5 mg/l Kalium und 248 mg/l Hydrogencarbonat. Nach 14 Tagen zeigten signifikant mehr Teilnehmerinnen der Gruppe mit dem sulfat- und magnesiumreichen Mineralwasser positive Veränderungen als die Gruppe mit dem mineralstoffarmen Mineralwasser (50% versus 29%; p=0,001). Dies war mit einer häufigeren Stuhlabgabe pro Tag (0,9 ± 0,7 versus 0,7 ± 0,7 Stühle/Tag, p=0,02) und einem geringeren Anteil an harten und klumpigen Stühlen in der Interventionsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe (19,4% vs. 32,7%, p=0,03) verbunden. Ebenso hattedie Interventionsgruppe weniger häufig und weniger starke Bauchschmerzen (p=0,002). Nicht zuletzt trat bei der Intervention mit dem sulfat- und magnesiumreichen Mineralwasser schneller eine Verbesserung der Symptomatik ein als in der Kontrollgruppe (6,4 Tage vs. 7,3 Tage; p=0,013).

Fazit: Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das tägliche Trinken von bereits 1 l eines sulfat- und magnesiumreichem Mineralwassers die Symptomatik bei funktioneller Verstopfung nach knapp einer Woche merklich verbessern kann. Dabei geht der positive Effekt noch deutlich über den einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr auf die Verstopfung hinaus.

Weitere Informationen zur Studie Studie ansehen

Weitere Themen

Hoshi et al. 2025

Effect of fluid intake on cognitive function in older individuals

In einer Beobachtungsstudie mit 33 hochbetagten Erwachsenen (Durchschnittsalter 86,5 ± 8,0 Jahre; 21 Frauen) in einer geriatrischen Pflegeeinrichtung wurde untersucht, welchen Einfluss die tägliche Flüssigkeitszufuhr auf die kognitive Leistungsfähigkeit und die Hirndurchblutung hat. Die Flüssigkeitsaufnahme wurde im Pflegealltag dokumentiert; empfohlen wurde eine tägliche Trinkmenge von etwa 1.500 ml. Im Rahmen der Studie wurde die Lern- […]

Mehr erfahren
Deng et al. 2025

Effects of magnesium and vitamin D/E co-supplementation on inflammation markers

In dieser Metaanalyse mit 9 Studien wurde untersucht, welche Effekte eine gleichzeitige Nahrungsergänzung mit Magnesium und Vitamin D bzw. Magnesium und Vitamin E bei übergewichtigen Erwachsenen hat. Während für die Kombination aus Vitamin D und Magnesium die Effekte auf Entzündungsparameter analysiert wurden, bezogen sich die Effekte von Vitamin E und Magnesium auf Fettstoffwechselparameter. Im Rahmen […]

Mehr erfahren
Schuster et al. 2025

Magnesium Bisglycinate Supplementation in Healthy Adults Reporting Poor Sleep

In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie aus Deutschland wurde untersucht, ob eine Supplementierung mit Magnesiumbisglycinat den Schlaf bei Erwachsenen mit schlechter Schlafqualität verbessern kann. An der vierwöchigen Untersuchung nahmen 155 Erwachsene im Alter von 18 bis 65 Jahren teil. Die Teilnehmenden erhielten entweder täglich 250 mg elementares Magnesium in Form von Magnesiumbisglycinat oder ein Placebo. […]

Mehr erfahren
Kumsa et al. 2025

Effects of calcium supplementation on the prevention of preeclampsia

In einer Umbrella-Metaanalyse (13 Studien) wurde untersucht, welchen Einfluss eine Calciumsupplementierung während der Schwangerschaft auf das Risiko für Präeklampsie hat. Präeklampsie ist eine Schwangerschaftskomplikation, bei der die Mutter hohen Blutdruck entwickelt und mindestens eine der nachfolgenden Veränderungen aufweist: Eiweiß im Urin, gestörte Leberfunktion bei der Frau oder Wachstumsstörung des Fötus. Sie tritt meist nach der […]

Mehr erfahren
Zhu et al. 2024

Effectiveness of calcium supplementation in the prevention of gestational hypertension

In einer Metaanalyse mit 22 Interventionsstudien wurde untersucht, wie wirksam eine Nahrungsergänzung mit Calcium zur Vorbeugung von Schwangerschaftskomplikationen bei Personen mit einem erhöhten Risiko für Schwangerschaftsbluthochdruck ist. Insgesamt flossen die Daten von mehr als 39.000 Schwangeren in die Auswertung ein. Untersucht wurde der Einfluss auf das Risiko für Präeklampsie und schwangerschaftsinduzierten Bluthochdruck. Die Auswertung zeigte, […]

Mehr erfahren
Talandashti et al. 2024

Effects of selected dietary supplements on migraine prophylaxis

In einer Metaanalyse mit 22 Interventionsstudien wurde untersucht, wie wirksam Nahrungsergänzungsmittel zur Vorbeugung von Migräne sind. Insgesamt flossen die Daten von 1.267 Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren in die Auswertung ein. Ein besonderer Fokus lag auf Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel. Dabei wurde analysiert, welchen Einfluss Magnesium auf verschiedene Aspekte der Migräne hat – […]

Mehr erfahren
Koh et al. 2024

Dietary magnesium intake and incident chronic kidney disease

In dieser prospektiven Kohortenstudie wurde der Zusammenhang zwischen der Magnesiumzufuhr über die Nahrung und dem Risiko für die Entwicklung einer chronischen Nierenerkrankung bei Erwachsenen analysiert. Hierfür wurden die Daten von 188.510 britischen Erwachsenen ausgewertet, die zwischen 2006 und 2010 an verschiedenen Befragungen und Untersuchungen im Rahmen der UK Biobank-Studie teilgenommen hatten. Bei diesen Erhebungen wurde […]

Mehr erfahren
Liu et al. 2024

Dietary magnesium intake and rheumatoid arthritis

In einer prospektiven Kohortenstudie wurde der Zusammenhang zwischen der Magnesiumzufuhr über die Nahrung und der Sterblichkeit bei Personen mit rheumatoider Arthritis untersucht. Hierfür wurden die Daten von 2.181 Erwachsenen ausgewertet, welche zwischen 1999 und 2018 an der Nationalen Gesundheits- und Ernährungsuntersuchung in den USA teilgenommen hatten. Im Rahmen dieser Erhebungen wurde die Magnesiumzufuhr über die […]

Mehr erfahren
Heilwasserverzeichnis