Treatment with potassium bicarbonate lowers calcium excretion and bone resorption in older men and women


Veröffentlichung
2009
Veröffentlichungsquelle
J Clin Endocrinol Metab. 2009 Jan;94(1):96-102
Autoren
Dawson-Hughes B, Harris SS, Palermo NJ et al.

Eine Supplementation mit Hydrogencarbonat kann den Knochenabbau bei älteren Menschen ab dem 50. Lebensjahr vermindern. Das ist das Ergebnis der Arbeit von Dawson-Hughes et al., die für ihre randomisierte, kontrollierte Doppelblindstudie 171 Personen untersuchten. Die Studienteilnehmer erhielten über 84 Tage pro Tag 67,5 mmol Kalium-Hydrogencarbonat (entsprechend 4117,5 mg Hydrogencarbonat), Natrium-Hydrogencarbonat, Kalium-Chlorid oder Placebo; alle Teilnehmer darüber hinaus 600 mg Calcium und 525 IU Vitamin D3. Beurteilt wurden die Ausscheidung von Calcium und N-Telopeptid (als Knochenabbaumarker) im 24-Stunden-Urin zu Studienbeginn und zu Studienende.
Die Teilnehmer, die Hydrogencarbonat erhalten hatten, zeigten eine signifikant niedrigere Ausscheidung von Calcium und N-Telopeptid (p < 0,001), was die Autoren als verminderten Knochenabbau werten. Diese Verminderung war unabhängig vom begleitenden Kation (Kalium bzw. Natrium), Kalium als Chloridsalz hingegen zeigte keine derartigen Effekte.

Eine erhöhte Alkalizufuhr über die Ernährung könnte also bei älteren Menschen knochenprotektiv wirken, indem der in diesem Alter gegenüber dem Knochenaufbau überwiegende Knochenabbau vermindert wird.

Weitere Informationen zur Studie Studie ansehen

Weitere Themen

Chou et al. 2023

Depressive Symptoms: Elevated C-Reactive Protein Levels Modify the Effect of Magnesium

In einer Querschnittstudie mit 2.196 Personen wurde der Zusammenhang zwischen den Magnesiumspiegeln im Blut und dem Auftreten von depressiven Symptomen begutachtet. Zudem wurde die Rolle von CRP, einem Entzündungsmarker im Blut, analysiert. Die Ergebnisse zeigten, dass höhere Magnesiumspiegel mit niedrigeren Depressionswerten und einem geringeren Depressionsrisiko verbunden waren. Allerdings galt dieser Zusammenhang nur für Männer, nicht […]

Mehr erfahren
Labenz et al. 2023

Heartburn relief with bicarbonate-rich mineral water

In einer Interventionsstudie mit 148 Teilnehmenden zwischen 22 und 81 Jahren wurde untersucht, wie sich der Konsum von Mineralwasser auf die Symptomlinderung bei Sodbrennen auswirkt. Der Einfluss auf die Lebensqualität wurde auch analysiert. Im Rahmen der Studie tranken die Teilnehmenden über einen Zeitraum von sechs Monaten täglich entweder 1,5 ml eines hydrogencarbonatreichen Mineralwassers (Verum) oder […]

Mehr erfahren
Chen 2023

Dietary Calcium and Macular Degeneration

In einer Querschnittanalyse mit 5.227 Personen wurde der Zusammenhang zwischen der Mikronährstoffzufuhr über die Ernährung (Magnesium, Kupfer, Zink, Natrium, Calcium, Selen) und dem Auftreten einer altersbedingten Makuladegeneration untersucht. Die Auswertung der Studienergebnisse zeigte, dass Personen mit einer altersbedingten Makuladegeneration deutlich weniger Calcium, Magnesium, Kalium und Selen über die Nahrung zu sich nahmen als Personen ohne […]

Mehr erfahren
Jadidi et al. 2022

Restless legs syndrome: Effects of magnesium and vitamin B6 in alleviating the symptoms

In einer Interventionsstudie mit 75 Teilnehmenden zwischen 15 und 50 Jahren wurde untersucht, wie sich die zusätzliche Gabe von Magnesium oder Vitamin B6 auf die Symptome des Restless-Legs-Syndroms und die Schlafqualität der Betroffenen auswirkt. Im Rahmen der Studie nahmen die Teilnehmenden über einen Zeitraum von zwei Monaten entweder ein Magnesiumpräparat oder ein Vitamin B6-Präparat oder […]

Mehr erfahren
Ohseto et al. 2022

Dietary calcium intake was related to the onset of pre-eclampsia

In einer Querschnittstudie mit 19.914 schwangeren Frauen wurde der Zusammenhang zwischen der Elektrolytzufuhr über die Ernährung (Calcium, Magnesium, Kalium) und der Prävalenz von Schwangerschaftsbluthochdruck in einer japanischen Studienpopulation begutachtet. In dieser Studie wurde zwischen der klassischen Präeklampsie, einer überlagerten Präeklampsie und einem reinen schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck unterschieden. Eine klassische Präeklampsie liegt dann vor, wenn in der […]

Mehr erfahren
Hansu/ Cikim 2022

Vitamin and mineral levels during pregnancy

In dieser Querschnittsanalyse wurde untersucht, ob sich die Blutspiegel verschiedener Mineralstoffe (Calcium, Magnesium) und knochenspezifischer Parameter (Phosphat, Parathormon, Vitamin D) zwischen den Trimestern in der Schwangerschaft unterscheiden. Zudem wurden die Unterschiede zwischen schwangeren und nicht schwangeren Personen analysiert. Die Studie umfasste 120 Teilnehmerinnen, wobei jeweils 30 Teilnehmerinnen aus dem 1., 2. und 3. Trimester und […]

Mehr erfahren
Liu et al. 2022

The effect of calcium supplementation in people under 35 years old

In dieser Metanalyse wurde die Wirkung einer Calciumzufuhr auf den Knochenmineralgehalt untersucht. Unsere Knochen werden bis zum 30-35 Lebensjahr konstant aufgebaut, wenn genügend Calcium aufgenommen wird. Danach gibt es einen normalen altersbedingten Knochenabbau. Es ist wichtig, schon in jungen Jahren eine besonders hohe Knochendichte zu erreichen und zu halten, um diesen Knochenabbau so gering wie […]

Mehr erfahren
Yuan et al. 2022

Oral Magnesium Supplementation for the Prevention of Preeclampsia

In dieser Metaanalyse wurde die Auswirkung von Magnesium-Nahrungsergänzungsmitteln auf die Häufigkeit von Präeklampsie bei schwangeren Frauen untersucht. Als Präeklampsie wird das Auftreten beziehungsweise die Verschlimmerung von Bluthochdruck zusammen mit einer vermehrten Eiweißausscheidung in der Schwangerschaft bezeichnet. Insgesamt nahmen 2.653 schwangere Frauen an diesen Studien teil. Eine Magnesiumergänzung führte zu einer Verringerung des Risikos für eine […]

Mehr erfahren
Heilwasserverzeichnis