Effect of fluid intake on cognitive function in older individuals: A prospective study


Veröffentlichung
2025
Veröffentlichungsquelle
PLoS One. 2025 Oct 6;20(10):e0333793. doi: 10.1371/journal.pone.0333793 . eCollection 2025.
Autoren
Hoshi H, Kakubari Y, Moriya E, Shinada K, Shigihara Y

In einer Beobachtungsstudie mit 33 hochbetagten Erwachsenen (Durchschnittsalter 86,5 ± 8,0 Jahre; 21 Frauen) in einer geriatrischen Pflegeeinrichtung wurde untersucht, welchen Einfluss die tägliche Flüssigkeitszufuhr auf die kognitive Leistungsfähigkeit und die Hirndurchblutung hat. Die Flüssigkeitsaufnahme wurde im Pflegealltag dokumentiert; empfohlen wurde eine tägliche Trinkmenge von etwa 1.500 ml. Im Rahmen der Studie wurde die Lern- und Gedächtnisleistung zweimal getestet – kurz nach der Aufnahme in die Einrichtung und erneut nach durchschnittlich rund 83 Tagen. Zusätzlich wurde die Hirndurchblutung der Arteria carotis communis mittels Ultraschall untersucht.

Die Teilnehmenden tranken täglich durchschnittlich 33,8 ± 8,2 ml Flüssigkeit pro Kilogramm fettfreier Körpermasse (etwa 1.200 ml täglich). Die Auswertung der Ergebnisse zeigten einen positiven Zusammenhang zwischen der Flüssigkeitszufuhr und einer Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit, gemessen am Mini-Mental-Status-Test. Zudem war eine höhere Flüssigkeitszufuhr mit einem geringeren Gefäßwiderstand und einer erhöhten Blutflussgeschwindigkeit in der rechten Arteria carotis communis verbunden.

Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei älteren Pflegeheimbewohnern mit einer besseren kognitiven Leistung verbunden sein kann. Als möglicher Mechanismus wird eine verbesserte zerebrale Mikrozirkulation diskutiert, wodurch die Bedeutung eines angemessenen Flüssigkeitshaushalts für die Unterstützung der kognitiven Funktionen im hohen Alter unterstrichen wird.

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