Calcium balance and acid-base status of women as affected by increased protein intake and by sodium bicarbonate ingestion


Veröffentlichung
1984
Veröffentlichungsquelle
Am J Clin Nutr. 1984 Feb;39(2):281-8
Autoren
Lutz J.

Diese Crossover-Studie untersuchte über 40 Tage bei sechs Frauen im Alter von 38 bis 62 Jahre die Auswirkung der Zufuhr von Proteinen und von Natrium-Hydrogencarbonat mit der Ernährung auf die Ausscheidung von Calcium und von Säuren im Urin, die Calciumbalance, Blut-pH-Werte und die Konzentration von Bicarbonat (Hydrogencarbonat) im Serum.
In der ersten Phase erhielten die Teilnehmerinnen 44 g Protein pro Tag über 16 Tage, in den folgenden 24 Tagen waren es 102 g Protein pro Tag. Während der letzten 10 Tage der Studie wurden darüber hinaus 5,85 g Natrium-Hydrogencarbonat (entsprechend 4,248 g Hydrogencarbonat) gegeben. Die Calcium-, Phosphat- und Magnesiumzufuhr war konstant.
Bei den Ergebnissen fand sich eine deutlich erhöhte Calciumausscheidung mit erhöhter Proteinzufuhr auf fast das Doppelte, während sie bei gleichzeitiger Zufuhr von Hydrogencarbonat wieder um 32 % zurückging. Die Calciumbalance war in der ersten Phase der Studie positiv, wurde negativ unter erhöhter Proteinzufuhr (deutlich niedrigerer Urin-pH-Wert) und bei Zugabe von Hydrogencarbonat mit Alkalisierung des Urins eneut positiv. Der Blut-pH-Wert und die Bicarbonatkonzentration im Serum änderten sich nicht wesentlich unter den unterschiedlichen Ernährungsformen.
Diese Ergebnisse legen nach Ansicht der Autorin nahe, dass die Zufuhr von Natrium-Hydrogencarbonat eine wirksame Möglichkeit bieten könnte, die Calciumretention bei Frauen mit einer proteininduzierten Hyperkalziurie zu verbessern.

Weitere Informationen zur Studie Studie ansehen

Weitere Themen

Wang et al. 2025

Effect of long-term magnesium intake on inflammatory markers

In dieser Metaanalyse wurde der Zusammenhang zwischen der Magnesiumzufuhr über Nahrungsergänzungsmittel und den Effekten auf Entzündungsmarker im Blut bei Personen mit Metabolischem Syndrom analysiert. Ein Metabolisches Syndrom liegt vor, wenn Übergewicht, Bluthochdruck sowie Zucker- und Fettstoffwechselstörungen gemeinsam auftreten. Häufig ist dies begleitet von erhöhten Konzentrationen an Entzündungsmarkern, die ihrerseits die Insulinresistenz weiter verschlimmern und die […]

Mehr erfahren
Hoshi et al. 2025

Effect of fluid intake on cognitive function in older individuals

In einer Beobachtungsstudie mit 33 hochbetagten Erwachsenen (Durchschnittsalter 86,5 ± 8,0 Jahre; 21 Frauen) in einer geriatrischen Pflegeeinrichtung wurde untersucht, welchen Einfluss die tägliche Flüssigkeitszufuhr auf die kognitive Leistungsfähigkeit und die Hirndurchblutung hat. Die Flüssigkeitsaufnahme wurde im Pflegealltag dokumentiert; empfohlen wurde eine tägliche Trinkmenge von etwa 1.500 ml. Im Rahmen der Studie wurde die Lern- […]

Mehr erfahren
Deng et al. 2025

Effects of magnesium and vitamin D/E co-supplementation on inflammation markers

In dieser Metaanalyse mit 9 Studien wurde untersucht, welche Effekte eine gleichzeitige Nahrungsergänzung mit Magnesium und Vitamin D bzw. Magnesium und Vitamin E bei übergewichtigen Erwachsenen hat. Während für die Kombination aus Vitamin D und Magnesium die Effekte auf Entzündungsparameter analysiert wurden, bezogen sich die Effekte von Vitamin E und Magnesium auf Fettstoffwechselparameter. Im Rahmen […]

Mehr erfahren
Coombs et al. 2025

The effect of calcium on bone calcium balance and calcium and bone metabolism

In dieser randomisierten Interventionsstudie im Cross-over-Design wurden die Auswirkungen einer Nahrungsergänzung mit Calcium auf den Calcium- und Knochenstoffwechsel während eines körperlich belastenden Laufs untersucht. Insgesamt wurden die Daten von 40 Frauen im Alter von 18 bis 36 Jahren ausgewertet. Die Teilnehmerinnen absolvierten zwei Belastungstests auf einem Laufband, bei denen sie über 120 Minuten einen 20 […]

Mehr erfahren
Kim/Je 2025

Levels of Magnesium and Risk of Metabolic Syndrome

In einer Metaanalyse wurde der Zusammenhang zwischen der Magnesiumzufuhr über die Nahrung und dem Risiko für ein Metabolisches Syndrom analysiert. Ein Metabolisches Syndrom liegt vor, wenn bestimmte Erkrankungen bzw. Symptome gemeinsam auftreten. Dazu zählen in erster Linie Übergewicht, Bluthochdruck sowie Zucker- und Fettstoffwechselstörungen. Für diese Auswertung wurden die Daten von knapp 96.000 Erwachsenen verwendet, die […]

Mehr erfahren
Schuster et al. 2025

Magnesium Bisglycinate Supplementation in Healthy Adults Reporting Poor Sleep

In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie aus Deutschland wurde untersucht, ob eine Supplementierung mit Magnesiumbisglycinat den Schlaf bei Erwachsenen mit schlechter Schlafqualität verbessern kann. An der vierwöchigen Untersuchung nahmen 155 Erwachsene im Alter von 18 bis 65 Jahren teil. Die Teilnehmenden erhielten entweder täglich 250 mg elementares Magnesium in Form von Magnesiumbisglycinat oder ein Placebo. […]

Mehr erfahren
Kumsa et al. 2025

Effects of calcium supplementation on the prevention of preeclampsia

In einer Umbrella-Metaanalyse (13 Studien) wurde untersucht, welchen Einfluss eine Calciumsupplementierung während der Schwangerschaft auf das Risiko für Präeklampsie hat. Präeklampsie ist eine Schwangerschaftskomplikation, bei der die Mutter hohen Blutdruck entwickelt und mindestens eine der nachfolgenden Veränderungen aufweist: Eiweiß im Urin, gestörte Leberfunktion bei der Frau oder Wachstumsstörung des Fötus. Sie tritt meist nach der […]

Mehr erfahren
Nematbakhsh et al. 2025

Calcium intake in relation to metabolic syndrome in adults

In einer Metaanalyse wurde der Zusammenhang zwischen der Calciumzufuhr über die Nahrung und dem Risiko für ein Metabolisches Syndrom analysiert. Ein Metabolisches Syndrom liegt dann vor, wenn bestimmte Erkrankungen bzw. Symptome gemeinsam auftreten. Dazu zählen in erster Linie Übergewicht, Bluthochdruck sowie Zucker- und Fettstoffwechselstörungen. Für diese Auswertung wurden die Daten von knapp 75.000 Erwachsenen verwendet, […]

Mehr erfahren
Heilwasserverzeichnis